Halbinsel Punta Chame, am Ende der Straße/ Panama

Sonntag, 07.05.2017: Express Inn und Camping, Coronado

Um 6 Uhr bin ich wach. Ich mache mir ein Omelette mit Oliven zum Frühstück. Nun rentiert sich der Abwasch. Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind wieder sehr hoch. Am Mittag will ich mit Ryan und Laughlin nochmal zu Rey’s, aber zuvor wollen wir uns Hotels für Panama-City und Cartagena/ Kolumbien aussuchen. Es wird ja insgesamt 4 Tage ohne Fahrzeug geben. Wir haben vereinbart, heute am Strand der Halbinsel Punta Chame zu campen und morgen gegen 6 Uhr nach Panama-City zur DIJ-Inspektion zu fahren. Als wir ankommen, besichtige ich zuerst den Strand. Diesem vorgelagert sind zwei, größere Inseln und ganz rechts sieht man die Skyline von Panama-City. 3 Ozeanriesen liegen in der Bucht. Am Strand selbst sitzen ein paar Kite-Surfer auf dem Trockenen, da es windstill ist. Laughlin ist heute mit dem Kochen dran. Es gibt Hotdogs mit French Fries. Nach einem schönen Abend folgt eine ruhige Nacht.

Panama-Canal und Express Inn, Coronado

Dienstag Morgen, 02.05.2017: Express Inn und Camping, Coronado
Dienstag Mittag, 02.05.2017: Schleuse von Mirafiores am Panama-Canal

Nach Frühstück und Zusammenräumen fahre ich auf der „1“ Richtung Panama-City. Als GPS-Ziel habe ich die Panama-Canal-Schleusen Miraflores eingegeben. Nach zweieinhalb Stunden überquere ich den Canal auf der Brücke „Puente de Las Americas“, wo ich die ersten Container- und Tankerriesen unter mir sehe. Gleich geht es rechts ab und am Canal entlang bis zu den Schleusen von Miraflores. Ich kaufe mir ein Ticket für das Besucherzentrum und genieße das geschäftige Treiben beim Festmachen und Schleusen. Da kommen Erinnerungen hoch. Bei 3 meiner 5 Canalpassagen hatte ich jedesmal mit den Leuten aus Maschine und Küche eine Canal-Party gefeiert. Es gab Cuba-Libres bis zum Abwinken und so manchen „mitleidigen“ Blick für die Matrosen, die ja Dienst schieben mußten, oder zumindest auf Standby waren. Das Besucherzentrum bietet natürlich ein ganz anderes Bild. Chrom, Marmor und HD-Filme sollen das interessierte Publikum ansprechen und in Lounges wird gegen US-Dollars für das leibliche Wohl gesorgt. Eine Stunde ist dann auch genug. Ich fahre zurück zur großen Brücke und dort rechts ab. Ich habe mir im Randbezirk von Panama-City ein Hostel ausgesucht, das Platz für kleine Wohnmobile haben soll. Als ich dort ankomme, stellt sich das aber als Fehleinschätzung heraus. Auch ein anderer Versuch scheitert, da die GPS-Koordinaten nicht stimmen. Ich entscheide mich Panama-City zu durchqueren, um zurück auf die „1“ zu kommen. Mit meinem lädierten Getriebe ist das alles andere als einfach. Das Fahrverhalten der Panamesen entlockt mir den einen oder anderen unterdrückten Fluch. Mein neues Ziel ist das Hostel Casa Amarilla in Punta Chame. Die Besitzerin kommt mir entgegen und teilt mir mit, daß sie seit gestern und bis zum 1. November geschlossen hätten. Okay – auch solche Tage gibt’s. Nun wußte ich, was ich die letzten 2 Tage am Express Inn in Coronado hatte. Es ist ein kurzer Moment zwischen der Erleuchtung und dem Entschluss das Bekannte weiterem Suchen vorzuziehen. Am Abend begrüße ich dann am Platz neu ankommende Australier. Paul mit Alicia und den Kindern Zaire, Adelina und Nia haben sich in BC einen großen Truckcamper gekauft. Die beiden sind supersympathisch und die Kinder ausgesprochen lieb. Sie werden am 12. Mai ihr Fahrzeug per RoRo nach Cartagena verschiffen.

Mittwoch, 03.05.2017: Express Inn und Camping, Coronado

Um 7 gibt’s Frühstück. Dann folgt ein geschäftiger Tag mit allerlei Emailverkehr. Mit Stefan habe ich über whatsapp die Liefermodalitäten abgesprochen. Das tatsächliche Gewicht ist 55kg. Stefan will die Palette zur Transportkiste umfunktionieren. Ich warte auf Antwort von Hernando, und DHL Express(vielleicht würde auch Danzer den Transport machen). Ryan hat sich gemeldet und seinen detaillierten 5-Tagesplan gemailt. Ich bitte ihn meinen Flug mitzubuchen. Er wird sich sicher nochmals melden.
Eben sind die Reisegefährten von Paul angekommen. Da es die letzten 2 Stunden geregnet hat, ist der Platz total weich. Joe, der Amerikaner hat das Gelände ziemlich durchgepflügt. Er hat einen Dodge RAM 2500 Cumming mit schöner XPCamper PopUp-Kabine und einem Gewicht von 6.2 to. Das andere Paar sind Marc und Saskia aus England. Sie sind mit einem Hymer auf Sprinterbasis unterwegs und hatten es beim Einparken entsprechend einfacher. Heute wird nicht gekocht – das Restaurant hat geöffnet. Später im Restaurant erfahre ich, daß das eine Falschmeldung war; also mache ich mir Pestonudeln. Ich habe mich entschlossen bis einschließlich 06. Mai hier zu bleiben. Ich will nicht riskieren, daß vor dem Container beladen das Getriebe noch ganz den Dienst quittiert. Kurzentschlossen schicke ich noch Ellner Offroad eine Anfrage mit der Bitte um Hilfe beim Verschiffen des Ersatzteils. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Frau Ellner will sich der Sache annehmen und bittet noch um einige Informationen.

Donnerstag, 04.05.2017: Express Inn und Camping, Coronado

Heute bin ich erst um 7 wach. Aber ich habe schon zuviel im Kopf. Ich nehme mein Handy, schlüpfe in die Flip Flops und winke Zaire, dem Nachbarjungen, der schon draußen sitzt. Zuviel des Guten – auf der obersten Stufe rutsche ich aus und schlage mit Rücken und Hinterteil auf den Zweitritt, der umschlägt. Die Folge ist sind Kratzer an der Wade und an der rechten Schulter. Natürlich laße ich „Dotteli“ mir nichts anmerken und winke dem Jungen jetzt mit beiden Händen. Aber Joe hat es vom Bett aus mitgekriegt und kommt mit einem frisch aufgebrühten Kaffee und fragt mich, ob ich okay wäre. Das bringt mich auf den Boden zurück und ich setze mich erstmal hin. Joe meint am besten wäre jetzt wohl ein Bad im Pool. Ich entscheide mich fürs duschen. Es brennt höllisch!
Ich versuche das Geschehene zu ignorieren und koche mir erstmal einen eigenen Kaffee und brate mir ein Omelette. Kurz danach winkt mir Joe, ich soll rüber kommen. Josée, seine Frau fragt mich, ob ich gerne Fleisch hätte. Ich checke aber immer noch nicht alles und bevor ich mich versehe, bin ich in Ihrem Camper zum 2. Frühstück eingeladen. Auch heute ist es wieder drückend heiß. Gut, dass es einen Pool gibt. Ich schwimme ein paar Längen und fühle mich etwas besser. Ich will heute zu Rey’s, einem großen Supermarket um meine Bestände aufzufüllen. Das Sortiment ist reichhaltig und ich finde manchen Artikel, den ich seit Kalifornien vermisst habe. Am Platz zurück, total durchgeschwitzt, mache ich mich gleich auf den Weg zum Pool. Ich habe mit Josée ein nettes Gespräch. Ihr Großvater war Schweizer aus Lides, einem Dorf in den Bergen bei Lausanne. Wir genießen das kühle Naß und die Zeit vergeht im Flug. Marc aus England macht seinen Hymer fertig für die Heimreise von Panama. Sein Zielhafen wird Antwerpen sein und dort nimmt man es anscheinend mit der Sauberkeit des Mobils ziemlich genau. Marc hat bei der Hitze einen schweren Job, aber er läßt sich nicht stoppen. Für ein gemeinsames Becks und einen Schnack mit Paul, Joe und mir nimmt er sich aber Zeit. Nach ein paar Emails und whatsapps ist es dann Zeit für das Abendessen. Heute gibt es die zweite Hälfte der Nudeln von gestern, heute allerdings mit Parmesankäse, den ich heute bei Rey’s entdeckt habe. Am Abend folgt dann noch ein nettes persönliches Gespräch mit Marc und Paul. Marc will morgen schon um 6 abfahren und rechtzeitig zum Police-Check in Panama-City zu sein.

Express Inn und Camping, Coronado/ Panama

Montag, 01.05.2017: Express Inn und Camping, Coronado

Um halb acht gehe ich zum Frühstück ins Restaurant. Es gibt Wienerligulasch, Mais-Frikadellen und Rührei, dazu O-Saft und Kaffee. Heute ist ein Etappentag: d.h. Wäsche waschen(v.Hand), Wasser füllen, Emails versenden und beantworten. Natürlich bleibt Zeit zum Lesen, Schwimmen und Chillen. Morgen geht es weiter. Ich plane den Panamakanal zu besichtigen. Kent, eine Bekanntschaft aus dem Vista Lago Hotel hat mir eine Adresse eines Freundes aus Medellin geschickt. Dieser sollte mir eine gute Mechanikeradresse anbieten können. Ryan und Laughlin haben mir eine Adresse in Baranquilla gesendet. Bei Iguana4x4 müssen sie ein Ersatzteil an der Lenkung austauschen lassen. Baranquilla ist unweit von Cartagena und somit wohl die bessere Wahl, wie Medellin. Ich werde Iguana4x4 heute noch anschreiben und schauen, ob er den Getriebewechsel ausführen kann und was das kosten soll. Da das Restaurant mangels Hotelgästen geschlossen hat, entschließe ich mich selber zu kochen. Es gibt mit Reis gefüllte Tomaten. Die Temperaturen sind wieder heiß-schwül, sodass nach dem Abwasch erstmal Duschen angesagt ist. Etwas erfrischt, statte  ich noch einige Blogs mit Fotos aus.

Express Inn und Camping, Coronado/ Panama

Sonntag Morgen, 30.04.2017: Hotel Vista Lago, Rincon Largo
Sonntag Abend, 30.04.2017: Express Inn und Camping, Coronado

Um 8 Uhr verlasse ich das Hotel Vista Lago und fahre auf der Panamericana nordöstlich Richtung Panama-City. Das Ziel Lotsawatta Hostel in Nueva Gorgona liegt am Pazifik in 260km Entfernung. Die Straße weist nur flache Anstiege auf, sodaß die Fahrt entspannt im 4. und 5. Gang zu bewältigen ist. Im frühen Nachmittag komme ich nach meheren heftigen Gewittern in Nueva Gorgana an. Das kleine, blaue Hostel steht zum Verkauf, unter der angeschriebenen Telefonnummer ist niemand zu erreichen. Das nächstliegende Hotel ist das Express Inn und Camping in Coronado. An diesem bin ich auf der Fahrt zum Lotsawatta schon vorbeigekommen. Der RV-Park liegt verdeckt hinter dem Hotel und ist mit allem Komfort ausgestattet. Dazu gehört ein großer Pool, schöne Baños mit „warmer“ Dusche. An jedem Platz gibt es Strom und Trinkwasser – total aussergewöhnlich! Qualität hat seinen Preis – nämlich 20 USD. Ich werde gleich die Wassertemperatur prüfen und etwas planschen. Anschließend esse ich zu Abend. Ich überlege mir, ob ich morgen noch einen Tag verlängere. Ich bin ja jetzt nah an Panama City und die  Formalitäten für die Container-Verschiffung können erst am Dienstag in einer Woche erledigt werden.

Hotel Vista Lago, Rincon Largo/ Panama

Samstag Morgen, 29.04.2017: Terpel Gas Station, Chiriqui/ Panama
Samstag Abend, 29.04.2017: Hotel Vista Lago, Rincon Largo/ Panama

Heute bin ich bereits um halb 8 unterwegs. Das Frühstück im Restaurant war gut und schnell serviert. Mein erstes Ziel ist Santiago de Veraguas. Die Fahrt geht anfangs über normal breite Bergstraßen, später dann wechselt die Strecke zu einer 4-spurigen Autobahn, wobei 2 Spuren permanent gesperrt sind. Unterwegs mache in einer Baustelle an der Autobahn eine Mittagspause. Ich habe noch Spaghetti zum Aufwärmen. Dazu gibt es einen Orangensaft. Etwa 20 km vor Santiago fahre ich rechts ran und nehme meine Straßenkarte, um das Ziel zu verfeinern. Ich wähle Puerto Muti. Als ich zur Seite fahre, schert ein türkisfarbener Eurovan mit Berner Nummer vor mir ein. Ich hab sie gleich erkannt; es sind Roland, Nelli und Kim-Leon. Sie verschiffen von Panama zurück nach Bremerhaven und es ist wohl die letzte Gelegenheit uns noch mal zu treffen. Roland und ich unterhalten uns noch eine ganze Weile. Er wünscht mir viel Glück für meine Weiterreise. Ich wünsche ihnen alles Gute für ihre Heimkehr. Es wäre doch schön, wenn wir uns in Bern oder im Badnerland mal wieder treffen würden. In Puerto Muti angekommen, gönne ich mir in dem coolen Terassenrestaurant am „Paraná von Panama“ ein Eis und einen Café Americano con Leche. Hotels gibt’s hier keine. Im iOverlander finde ich das Iguana Inn von Hedwig in 28km Entfernung. Leider ist sie nicht anzutreffen. Aber ihre freundlichen Nachbarn tun alles, damit ich sie kurz am Telefon erreiche. Sie ist leider unterwegs und ich hatte ja auch nicht reserviert. Sie empfiehlt mir das Hotel Vista Lago, welches ich bereits als Alternative ausgesucht hatte. Um halb 5 stehe ich an der Rezeption und akzeptiere den ungewöhnlich hohen Preis von 16.50 USD. Da es regnet, blitzt und donnert, frage ich nach einer Alternative zur Outdoor-Dusche. Man nimmt mich nicht ernst. Der Koch, ein lustiger Vogel, macht ein paar dumme Sprüche und die junge Rezeptionistin zeigt sich beeindruckt. Mal schauen, was er aus dem Pfeffersteak macht, das ich mir im Restaurant ausgesucht habe. – Die Pfeffersauce ist eine der besten, die ich bis jetzt auf dem Teller hatte. Das mag an den frischen Zutaten liegen; der Pfeffer ist gemahlen und entfaltet in der Sauce den vollen Geschmack. Das Filet ist auch wieder etwas verschnitten, aber der Koch hat es auf den Punkt gebracht. Feine Patas Fritas und ein gemischter Side-Salad runden das ganze ab. Zufrieden gehe ich ins Gritli zurück, auch weil im Restaurant seit einer Stunde der Strom ausgefallen ist.

Terpel Gas Station, Chiriqui/ Panama

Freitag Morgen, 28.04.2017: Camping Maria, Playa Negra, Westfalia/ Costa Rica
Freitag Abend, 28.04.2017: Terpel Gas Station, Chiriqui/ Panama

Um 9 Uhr bin ich abfahrbereit. Ich verabschiede mich von Don und Maria; Korbirian und Anja sind auf einem Strandspaziergang. Die Fahrt zum Grenzübergang in Sixaloa dauert nur 3 Stunden, die Zollformalitäten ebenso lange. Auch heute geht die Fahrt über Regenwaldberge. Wenn ich mich zurück nehme und S’Gritli nicht zu sehr fordere, geht es ganz gut. Mein erstes Ziel Almirante umfahre ich, da auf der Hauptstraße eine Prozession stattfindet. Ich bin auf der Suche nach einem Hotel, aber als ich in Punta Rosalia ankomme, stelle ich fest, dass es außer dem Fährgebäude keine weiteren Häuser gibt. Im iOverlander finde ich den Hinweis auf die Terpel Tankstelle mit danebenliegendem Restaurant. Der Wirt, ein freundlicher Asiate, läßt mich gerne auf seinem Parkplatz stehen, wenn ich im Restaurant konsumiere. Kein Problem: es gibt gutes Fried Rice mit Chicken Sweet-Souer. Die Temperaturen sind brutal. Es sind vielleicht „nur“ 35 Grad, aber bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Im Gritli kann ich es erst am Abend wieder aushalten. Die Dusche für 2 USD hält nicht lange vor. Hier ist ziemlich viel Betrieb, da der Restaurant-Vorplatz als Chickenbus-Bahnhof benutzt wird. Der Betrieb an der Tankstelle und im Restaurant geht bis 11 Uhr. Dann bin ich so müde, dass ich trotz Hitze und Lärm einschlafe.

Playa Negra, Westfalia/ Costa Rica

Donnerstag Morgen, 27.04.2017: Aeropuerto San José/ Costa Rica.
Donnerstag Abend, 27.04.2017: Camping Maria, Playa Negra, Westfalia/ Costa Rica

Um 04.30 bin ich aufgestanden. Miriam geht gleich zum Einchecken und von dort zur Sicherheitskontrolle. Es ist viel Andrang. Im Obergeschoß hole ich mir einen Cappuccino und ein Stück warmen Apfelkuchen. Um halb sieben ist Miriam durch und schickt noch ein Winken zurück. Wieder allein auf Tour geht die Fahrt nach La Usuka zu der empfohlenen Mazda-Werkstatt. Was für ein Flop! Man hätte keinen Zugriff auf die europäischen Chassisnummern – eine Ausrede. Man schickt mich zu einem Subunternehmer – er entpuppt sich als Karosserielackierer. Somit gibt es einige Probleme in den nächsten Tagen zu lösen. Lasse ich das Getriebe nochmal checken? Wage ich die Fahrt durch die Berge nach Panama? Wohin lasse ich das Getriebe schicken? Panama oder Kolumbien? Muss ich Ryan und Laughlin, meinen Verschiffungspartnern absagen? Die Zeit wird es bringen. Stefan ist jedenfalls orientiert. Habe schon mal nach einer kompetenten Werkstatt in Cartagena gegoogelt, aber es ist zu früh um etwas abzumachen. Die Fahrt nach Puerto Limon ist gebirgig und das Fahren ohne 3. Gang will geübt sein. Am Fuß einer Talfahrt halte ich an einem Restaurant zu einem zweiten Frühstück. Wenig später staut eine Baustelle den LKW-Verkehr zurück. Ich nutze die Zeit um noch ein paar Lebensmittel einzukaufen. Vorbei geht es an einigen Container-Lagern links und rechts der Straße von Hamburg-Süd, Hapag-Lloyd, Maersk und Konsorten. Puerto Limon ist ein kleiner Hafen, die wartenden Containerschiffe werden auf Reede geschickt. Die Straße führt entlang des Karibikstrandes nach Westfalia.
Am Nachmittag erreiche ich Camping Maria von Don und dessen Frau. Der Platz ist okay, aber er hat schon bessere Zeiten gesehen. Ein junges deutsches Paar, Anja und Korbirian, aus München ist am Platz; sie haben 3 Wochen Zeit um Costa Rica mit ihrem gemieteten Landcruiser mit Dachzelt zu erkunden. Nach einem gemeinsamen Bier ziehe ich mich für die Internetrecherche zurück. Da ich das Stromkabel einstecken kann, gibt es einen kühlen Cuba Libra als Betthupferl.

Aeropuerto Sandino San José/ Costa Rica

Mittwoch Morgen, 26.04.2017: Caño Negro Resort, San Antonio/ Costa Rica
Mittwoch Abend, 26.04.2017: Aeropuerto San José/ Costa Rica

Um 07:30 hat Al den Kaffee für uns bereit gestellt. Um neun sind wir auf der 18 km langen Gravelroad zurück zum Highway. Kurz bevor wir auf die Teerstraße fahren, höre ich ein unangenehmes Geräusch vom Getriebe. Der dritte Gang läßt sich kaum noch schalten. Wir fahren weiter bis zu einem Straßenimbiss, wo wir frühstücken. Nach dem Esssen setzt sich der Wirt zu uns und wir erzählen im von unserem Problem. Er bestätigt meine Befürchtungen, daß sich Gritli’s Getriebeschaden verschlimmert hat. Die rauhe Fahrt im dritten Gang über die Naturstraße hat den Verschleiß beschleunigt. Er rät mir den Dritten nicht mehr zu benutzen und bei nächster Gelegenheit eine Werkstatt aufzusuchen. In San José angekommen, suchen wir das Coconut-Hostel von Heike und Rainer, wo Miriam 2015 vor ihrem Heimflug schon eine Nacht verbracht hatte. Als wir die Adresse erreicht haben, erzählt uns der Nachbar, daß das Hostel seit 3 Monaten geschlossen ist. Die beiden deutschen Hotelbesitzer haben vermutlich eine neue Örtlichkeit erworben. Jedenfalls ist auf ihrer Homepage ein Link zu dem „neuen“ Hostel.
Dort angekommen erfahren wir, daß dieses nicht den beiden gehört und sie wohl ihren Kunden nur einen Ausweichort empfehlen wollten. Die Zimmer sind aber mit 50 USD sehr teuer und ein Parkplatz fürs Gritli ist nicht vorhanden. Wir entschließen uns am Flughafen zu übernachten, sodass Miriam dann schon gleich um 5:00 früh vorort ist.

Caño Negro Resort, San Antonio/ Costa Rica

Dienstag Morgen, 25.04.2017: Posada La Hazienda, Juigalpa/ Nicaragua
Dienstag Abend, 25.04.2017: Caño Negro Resort, San Antonio/ Costa Rica

Um 9 Uhr sind wir in Juigalpa abgefahren. Unser Ziel ist San Carlos am Rio San Juan.
Nach einem Besuch bei der deutschen Bäckerei und einem leckeren Stück Kuchen und einem Kaffee machen wir noch einen kleinen Stadtbummel. Dann fahren wir weiter zum Zollübergang Los Chiles, da wir uns entscheiden im Parque Caño Negro einen Übernachtungsplatz zu finden. Die Zollformalitäten dauern 2.5 Stunden, vor allem weil es für das Car Importation Temporary Permit zahlreiche Formulare auszufüllen gibt. Die ersten Kilometer in Costa Rica führen uns durch saubere Dörfer. Die Leute sind freundlich und heißen uns willkommen. In San Antonio biegen wir auf eine 18 km lange Naturstraße ab und erreichen Al’s Cabañas um 17:30. Wir können die Hostel-Küche benutzen und Miriam zaubert ein gigantisches Pastagericht und lädt Al zum Abendessen ein.

Posada La Hazienda, Juigalpa/ Nicaragua

Montag Morgen, 24.04.2017: Rigos Guesthouse, Las Peñitas/ Nicaragua
Montag Abend, 24.04.2017: Posada La Hazienda, Jucigalpa/ Nicaragua

Ich bin um 9:00 in Richtung Managua abgefahren. In Managua ist ziemlich Verkehr, aber bald habe ich die Tropigas-Station gefunden, wo ich meine Gastankflaschen füllen kann. Auch diesmal nehmen sie nur 6 Liter auf – naja, wenn’s wieder 6 Wochen reicht. Zu meinem 2. Ziel dem Laundry Express sind es dann nochmal 12 km. Die nette Señora wäscht und trocknet meine Klamotten für 280 Cordobas, das sind 8 USD. In der Zwischenzeit gehe ich ein paar Häuser weiter in eine Comida wo ich Hähnchenschenkel, mit Reis und Salat bestelle. Das Essen ist okay. Nach einer Stunde nehme ich meine trockene, gefaltete Wäsche entgegen. Von hier bis zum Flughafen sind es nur 10 Minuten. Um 14 Uhr bin ich am Flughafen und schaue mich noch etwas um. Ich kaufe mir 2 Flor de Caña -Tshirts und 1 Stange Marlboro. Als ich nochmals nach draußen gehe, um eine Zigarette zu rauchen, sehe ich Miriam, die anscheinend gerade angekommen ist. Wir machen noch einen Bummel durch die Flughafenhalle, wo sich Miriam auch noch ein Nica-Tshirts leistet. Dann starten wir in Richtung San Carlos, stellen aber beim Ermitteln der Distanz gleich fest, dass das heute nicht machbar ist. Wir wollen unterwegs entscheiden, wo wir übernachten werden. Nach Besichtigung einer Alternative entscheiden wir uns für die Posada La Hazienda in Jucigalpa. Ich habe einen schöne Parkplatz mit Strom und Wasser und Miriam ein schönes Zimmer für ungefähr 30 USD. Wir teilen uns die Kosten. Abends treffen wir uns zum Nica Libre im Gritli.