{"id":1207,"date":"2017-07-31T02:12:50","date_gmt":"2017-07-31T01:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/sgritligoesamerica.apps-1and1.net\/?p=1207"},"modified":"2017-07-31T02:12:50","modified_gmt":"2017-07-31T01:12:50","slug":"iguana-4x4-truckstop-wipama-truckstop-an-der-45a-la-huerta-camping","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sgritligoesamerica.apps-1and1.net\/?p=1207","title":{"rendered":"Iguana 4&#215;4, Truckstop Wipama, Truckstop an der &#8222;45A&#8220;, La Huerta Camping"},"content":{"rendered":"<p>Samstag Morgen 15.07.2017 Iguana 4&#215;4 Baranquilla<br \/>\nSamstag Abend 15.07.2017 Hotel und Truckstop Wipama Aguachica<\/p>\n<p>Der Samstag-Vormittag zieht sich z\u00e4h; erst gegen Mittag kommen meine R\u00e4der vom Reifenaufziehen und Auswuchten zur\u00fcck. Der Nebelr\u00fcckscheinwerfer l\u00e4\u00dft sich auf die Schnelle nicht reparieren, da anscheinend ein Kabelunterbruch im System besteht. Auch egal ?. Das Ding habe ich auf der ganzen Reise noch nicht gebraucht. Ich nehme die Stadtautobahn Richtung Santa Marta. \u00dcber Cieniaga geht es auf gut ausgebauter Stra\u00dfe Richtung Bogota. Am Truckstop Wipama an der Autobahn &#8222;45&#8220; wird es um f\u00fcnf auch schon dunkel. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WD6zKb\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4298\/35863064900_e57e99caa3_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach und nach trudeln LKWs ein, welche ebenfalls hier ihre Fahrt unterbrechen. Nach dem Abendessen und einem anstrengenden Nachmittag lege ich mich schlafen.<\/p>\n<p>Sonntag Morgen 16.07.2017 Hotel und Truckstop Wipama Aguachica<br \/>\nSonntag Abend 16.07.2017 Restaurant und Truckstop an der &#8222;45A&#8220; 42km vor Bogota<\/p>\n<p>Den Wecker habe ich auf f\u00fcnf gestellt, da wir gestern nicht ganz die halbe Strecke nach Bogota geschafft haben. Ich koche Kaffee und lasse zwischenzeitlich Lizzy zum Pippi raus. Kurz gehe ich rein, um mir eine Zigarette anzustecken; als ich wieder rauskomme ist die Kleine schon in der Dunkelheit verschwunden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/VYhkTu\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4295\/35423821174_3be0e8963e_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich kann ihr das einfach nicht abgew\u00f6hnen, jedesmal b\u00fcchst sie aus. Der Parkplatz ist gro\u00df, also &#8222;take it easy&#8220;. Aber auch nach der Tasse Kaffee taucht sie nicht auf. Ich schaue unter jedem LKW, aber sie bleibt verschwunden. ? &#8211; Alarm. Ich gehe vor zur 4-spurigen Stra\u00dfe und sehe sie, wie sie auf dem Randstreifen der Gegenspur grast, wie eine zu klein geratene Holsteinkuh. Sie sieht mich wedelnd an, aber zur\u00fcck kommt sie nicht. Auf dem Grasstreifen steht in der Kuhle etwas Wasser und die Kleine ist ja wasserscheu. Also steige ich in meinen Flipflops durch das hohe, nasse Gras. Das sieht sie als Spiel und springt erstmal zwanzig Meter weiter. Ich hab so einen Hals ?- aber schlie\u00dflich nehme ich sie Huckepack mit zur\u00fcck. Zum x-ten Mal schimpfe ich sie aus, was sie nicht sehr beeindruckt. Endlich sind wir abfahrbereit. Weitere 600km liegen vor uns. Am Vormittag arbeitet die Klimaanlage noch einigerma\u00dfen, aber am Nachmittag ist die Situation, wie vor der Reparatur. Im Fahrerhaus ist es so warm, da\u00df sich der K\u00fchlstrom direkt nach dem Austritt in einen F\u00f6n verwandelt. Also l\u00e4ssig den Arm zum Fenster raush\u00e4ngen lassen und weiterfahren. Sp\u00e4ter wird sich herausstellen, da\u00df das ein Fehler war. Zweihundert Kilometer vor Bogota beginne ich mit der Suche nach dem \u00dcbernachtungsplatz. Das Angebot ist mager. Ich w\u00e4hle den Camping(Piscina) El Bosque, welcher sich ungef\u00e4hr 50km von der Route entfernt befindet. Nach dem Abzweig fahren wir durch einen malerischen Ca\u00f1on, der sich im Abendlicht von seiner sch\u00f6nsten Seite zeigt. Dann geht es auf einem schmalen Str\u00e4\u00dfchen in die Berge. Nach einer halben Stunde haben wir den Platz erreicht, der eigentlich ein Schwimmbad ist. Das Tor ist verschlossen. Der Nachbar gegen\u00fcber sitzt mit der Familie beim Grillen im Garten. Als ich ihn frage, ob der El Bosque Camping geschlossen hat, meint er, ich soll probieren das Tor zu \u00f6ffnen; es m\u00fc\u00dfte jemand da sein. Wenn nicht, k\u00f6nnte ich in seiner Einfahrt parken und \u00fcbernachten. Mit so einem gro\u00dfz\u00fcgigen Angebot habe ich \u00fcberhaupt nicht gerechnet. Auch nach mehrmaligen Hupen zeigt sich niemand. Ich lasse das GPS neu rechnen und sehe, da\u00df es doch noch 160km nach Bogota sind. Ich gehe r\u00fcber zum freundlichen Nachbarn und danke ihm f\u00fcr seine gro\u00dfz\u00fcgige Einladung und erkl\u00e4re ihm, da\u00df ich lieber noch etwas n\u00e4her an mein Endziel fahren m\u00f6chte, um morgen fr\u00fch bei BLU Logistics zu sein, wo sich mein Getriebe befinden sollte. Daf\u00fcr hat er Verst\u00e4ndnis und w\u00fcnscht mir f\u00fcr morgen viel Gl\u00fcck. Zur\u00fcck auf der &#8222;45A &#8220; sehe ich nach eineinhalb Stunden bei der Bergfahrt einen Truckstop mit Restaurant &#8211;  f\u00fcr heute reicht&#8217;s. <\/p>\n<p>Montag Morgen 17.07.2017 Restaurant und Truckstop an der &#8222;45A&#8220; 42km vor Bogota<br \/>\nMontag Abend 17.07.2017 La Huerta Camping Guatavita <\/p>\n<p>Gestern Abend habe ich mit dem Besitzer des Rastplatzes den Preis inklusiv Duschen ausgehandelt. Als ich vom Duschen zur\u00fcckkomme, sagt mir der Platzwart, da\u00df das 3000 Pesos extra kostet. Ich erwidere ihm nur ein kurzes &#8222;mas tarde&#8220;, was &#8222;sp\u00e4ter&#8220; bedeutet. Als ich zusammenger\u00e4umt habe und fast abfahrbereit bin, l\u00e4uft der Besitzer mit seinen Kindern vorbei. Ich frage ihn, ob ich f\u00fcr das Duschen nachzahlen muss. Er winkt ab und meint:&#8220;Tranquilo&#8220; &#8211; auch recht. Kurz vor acht bin ich bei BLU Logistics. Der Schrankenw\u00e4rter fragt mich nach einem Termin oder Frachtpapieren. Ich gebe ihm die Unterlagen, welche ich mit Hernando ausgef\u00fcllt habe. Er kommt zur\u00fcck und meint, er findet dazu keinen Vorgang. Ich schildere ihm, da\u00df mein Getriebe aus Deutschland schon drei Wochen hier am Lager ist. Er geht zur\u00fcck in sein H\u00e4uschen und telefoniert erneut. Zuvor winkt er mich durch die Schranke, ich solle den Weg frei machen und mich rechts auf die Seite stellen. Das mache ich sofort. Als er zur\u00fcckkommt und immer noch keine Auskunft hat, was er mit mir anfangen soll, sagt er mir, ich solle umdrehen und das Gel\u00e4nde verlassen. Als ich merke, da\u00df man mich loshaben will, werde ich sauer. Ich sage ihm klipp und klar, da\u00df hier bleibe bis ich mein Getriebe bekomme und zwar heute.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WD7bKm\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4312\/35863182650_3382f6563a_c.jpg\" alt=\" \" width=\"450\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drei Wochen hat man mich jetzt h\u00e4ngen lassen &#8211; jetzt reicht&#8217;s. Als er die Polizei erw\u00e4hnt, zucke ich unbeeindruckt die Schultern &#8211; ich werde dann die Deutsche Botschaft zur Kl\u00e4rung hinzu bitten. Nachdem er sich noch mit 2 weiteren, wichtigen Menschen beraten hat, teilt er mir mit, da\u00df der Supervisor von BLU Logistics auf dem Weg hierher w\u00e4re. Na also &#8211; geht doch. Mein Hinweis auf den Namen der Sachbearbeiterin bringt den Herrn aber nicht weiter; er kann damit nichts anfangen. Er verweist mich an eine Hotline von Fedex. Ich rufe diese auch an. Dreimal falle ich aus der Leitung. Nachdem ich meine Geschichte zum vierten Mal erz\u00e4hlt habe, sagt man mir, da\u00df man ohne Trackingnummer nichts anfangen kann. Ich erreiche Hernando am Handy, er hat die Nummer zur Hand. Nun kommt der Supervisor erneut vorbei und sagt, dass ich damit zu Fedex ins DIAN-Geb\u00e4ude in Bogota muss. Als ich vom Hof fahre, ist mir klar, da\u00df ich meinem Getriebe keinen Schritt n\u00e4her gekommen bin. Leider habe ich im GPS das falsche DIAN-Geb\u00e4ude erwischt. Das sagt mir ein netter, \u00e4lterer Herr am Eingang, welcher gerade herauskommt. Er erkl\u00e4rt mir den Weg mit mehreren Abzweigungen zur Stadtautobahn und welche Abfahrt ich nehmen mu\u00df, aber eigentlich will ich aufgeben. Mir f\u00e4llt ein, dass wir vor Jahren in Paris ein Taxi als Stadtf\u00fchrer benutzt haben, um unser Hotel zu finden. Wir sind diesem mit unserem Auto gefolgt. Genau das mache ich nun in Bogota. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter stehe ich auf einem Parkplatz am El Dorado Aeropuerto. Nach einiger Zeit finde ich auch das FedEx-Geb\u00e4ude, welches sich ganz am Ende des Komplexes befindet. Bei FedEx erkl\u00e4rt man mir, dass ich nicht berechtigt bin, &#8222;mein&#8220; Getriebe hier auszul\u00f6sen, da nur Iguana 4&#215;4 als Einf\u00fchrender auf den Frachtpapieren eingetragen ist. Ich br\u00e4uchte eine eidesstattliche, notariell beglaubigte, Erm\u00e4chtigung von Hernando Guttierrez de Pi\u00f1eres. Ich telefoniere mit Hernando. Der BLU-Sachbearbeiterin hat er den Wechsel schon vor Tagen angegeben. Er will das Schreiben gleich fertig machen und an die FedEx-Dame schicken. Diese h\u00e4tte die Sache aber lieber kompliziert. Sie besteht auf dem Original per Postweg. Gottseidank ist zwischenzeitlich ihr Vorgesetzer dazugekommen, der meine schlankere Version abnickt. Das h\u00e4tte die Geschichte mindestens eine weitere Woche verz\u00f6gert. Nachdem das Schreiben von Hernando eingetroffen und eine Kopie meines Reisepasses angeheftet ist, soll ich mich einen Stock h\u00f6her bei BLU melden. Eine weitere &#8222;Supervisorin&#8220; schreibt mir den Namen und zwei Telefonnummern der zuk\u00fcnftigen Sachbearbeiterin auf einen Zettel. Aber auch diese, wie schon die Erste ist ausser Haus. Drau\u00dfen vor dem B\u00fcrogeb\u00e4ude w\u00e4hle ich beide Nummern &#8211; nur der Anrufbeantworter meldet sich. Ich habe genug von dem Affentheater und mach mich vom Acker. Lizzy wartet geduldig im Gritli. Nun ist es nachmittags um drei. Ich entscheide mich f\u00fcr La Huerta Camping in Guatavita, als \u00dcbernachtungsplatz, wo ich mich vor 3 Wochen sehr wohl gef\u00fchlt habe. Wieder werde ich freundlch mit einem Kr\u00e4utertee begr\u00fc\u00dft, kann meinen Strom anschlie\u00dfen und mich endlich zur\u00fccklehnen.<\/p>\n<p>Dienstag 18.07.2017 La Huerta Camping Guatavita<\/p>\n<p>Heute schlafen wir etwas l\u00e4nger. Um sieben drehe ich mich f\u00fcr ein weiteres St\u00fcndchen um. Vor dem Zur\u00fccklehnen habe ich gestern noch einen Risotto zubereitet, soda\u00df ich mich heute nicht ums Kochen k\u00fcmmern mu\u00df. Aber Lizzy ist hungrig und will mehr davon. Da es hier in den Bergen immer wieder nieselt oder regnet, verbringe ich den fr\u00fchen Nachmittag mit Blog schreiben und lesen. Au\u00dferdem habe ich heute 16 mal versucht die Sachbearbeiterin bei BLU zu erreichen; beim 17 Mal nimmt ihr Chef ab. Tats\u00e4chlich \u00fcbergibt er das Handy an seine Mitarbeiterin. Ihr mu\u00df ich zum x-ten Mal meine Geschichte erz\u00e4hlen und nat\u00fcrlich braucht auch sie die Trackingnummer. Sie wird mich dann zur\u00fcckrufen, wenn sie Neuigkeiten hat. Ein Fahrzeug f\u00e4hrt auf den Platz. Als ich mich umdrehe, sehe ich das Toyota-Buschtaxi von Ueli und Myrta aus Binningen\/ BL. Wir haben uns am Lago Atitlan\/ Guatemala auf Pierre&#8217;s Campingplatz kennengelernt. Sie sind von dort nach Veracruz um ihren Sohn zu treffen und anschlie\u00dfend f\u00fcr 3 Wochen heim zu fliegen; dann haben sie von Veracruz nach Cartagena verschifft und sind nun auch schon wieder ein paar Wochen in Kolumbien. Ein freudiges Wiedersehen. Leider bin ich noch sehr mit meiner Getriebesache besch\u00e4ftigt und nicht jeder mag sich gleich mit Problemen Anderer konfrontiert sehen. Da Lizzy die zweite Portion des Risottos verschlungen hat, koche ich f\u00fcr heute Pesto-Spaghetti. Anschlie\u00dfend gehe ich zu Myrta und Ueli zu einem Erlebnis-Austausch. Sie wollen morgen nach Bogota ins Goldmuseum. Ich mu\u00df mit Lizzy zum F\u00e4denziehen; au\u00dferdem will ich sie nun endlich impfen lassen.<\/p>\n<p>Mittwoch Morgen 19.07.2017 Clinica Veterinaria Dover in Bogota<br \/>\nMittwoch Abend 19.07.2017 La Huerta Camping Guatavita<\/p>\n<p>Nach dem Duschen und dem Fr\u00fchst\u00fcck finde ich mit meinem OsMond Navigationssystems den &#8222;n\u00e4chstgelegenen&#8220; Tierarzt. Dies ist die 42 km entfernte Clinica Veterinaria Dover in Bogota. Heidi, die Tochter des Hauses, die Hund und Katze des Platzes versorgt, empfiehlt die Klinik. Ich biete Ueli und Myrta an, in der Kabine mitzufahren, was sie dankend annehmen. Sie werden sich dann in Bogota ein Taxi zum Goldmuseum nehmen. Die Fahrt in Richtung Bogota \u00fcber die Berge geht trotz zahlreicher Baustellen z\u00fcgig voran. Als ich von einem Aussichtspunkt bei der Talfahrt die Hochh\u00e4user Bogotas sehe, halte ich an, um den Mirador als Ziel f\u00fcr die R\u00fcckfahrt einzugeben. Von hier sind es nur noch ein paar Minuten bis zum eigentlichen Ziel. Zwei Platzanweiser k\u00fcmmern sich in der Stra\u00dfe um Parkpl\u00e4tze f\u00fcr die Klinikbesucher. Myrta und Ueli wollen ihre R\u00fcckkehr zum La Huerta Camping mit Taxi und Bus organisieren. Nachdem ich geparkt habe, gehe ich ohne Lizzy zur Anmeldung. Nach dem Ausf\u00fcllen des Formulares hole ich die kleine Hundedame herein. Schon bald kommt die Tier\u00e4rztin zum Gespr\u00e4ch und ich erz\u00e4hle ihr, da\u00df au\u00dfer dem F\u00e4denziehen auch die Erstimpfung ansteht. Nach der Eingangsuntersuchung mu\u00df Lizzy f\u00fcr weitere Tests eine Stunde dableiben. Ich nutze diese Zeit, um im Internetcafe in der Stra\u00dfe meine Emails abzurufen. Dieter schickt Gr\u00fc\u00dfe. Au\u00dferdem gelingt es mir den von Hernando empfohlenen Automechaniker zu erreichen. Er ist bereit die Arbeit auszuf\u00fchren. Ich w\u00fcnsche ein Angebot und werde n\u00e4chste Woche, deswegen(oder vielleicht schon mit dem Getriebe???) bei ihm vorbeischauen. Somit hat sich der Tag eigentlich schon gelohnt, auch weil ich die BLU-Sachbearbeiterin erreicht habe. Trotz Trackingnummer hat sie aber keine Neuigkeiten f\u00fcr mich, will sich aber melden, wenn diese eintreffen. Kann man mehr erwarten? Nach der Stunde kann ich Lizzy in Empfang nehmen. Der Verkehr hat massiv zugenommen. Schon bis zum Mirador brauche ich eine halbe Stunde. An einem modernen Carulla(Exito)-Supermercado halte ich und kaufe Lebensmittel ein. Die Baustellen, welche heute morgen gut zu passieren waren, sind nun mit Autoschlangen belegt. Erst um zwanzig nach drei bin ich zur\u00fcck am Campingplatz. Lizzy hat an dem wei\u00dfen Hasen einen Narren gefressen. Durch das Gitter des Ch\u00fcngelstalls schmusen sie sogar zusammen. Die Tochter fragt mich, ob beim Tierarzt alles geklappt hat. Als ich die Narbe an Lizzys Bauch abf\u00fchle, merke ich, da\u00df man vergessen hat, die F\u00e4den zu ziehen. Heidi bietet sich an das zu tun, was ich dankbar annehme. Als Ueli und Myrta um f\u00fcnf ankommen, erz\u00e4hlen sie mir, da\u00df sie um drei im Bus sa\u00dfen &#8211; also ist es auch ihnen nicht besser ergangen. Ich habe mich zwischenzeitlich an das Schreiben des Blogs gemacht- ich mu\u00df den gestrigen Tag verarbeiten. Ich teile mir mit Lizzy den Spaghetti-Rest von gestern. Sp\u00e4ter mache ich mir noch zwei Hotdog-Br\u00f6tchen mit Wienerli und Baguette. Die Kleine bekommt Na\u00dffutter, welches ich im Petshop der Klinik mitgenommen habe. Trotz der Nachtk\u00fchle will sie im Pickup schlafen.<\/p>\n<p>Donnerstag 20.07.2017 La Huerta Camping Guatavita<\/p>\n<p>Ueli und Myrta reisen heute weiter. Sie wollen ein Salzbergwerk besichtigen und anschlie\u00dfend die Kaffeeregion Nordkolumbiens erkunden. Gegen zehn Uhr verabschieden wir uns und w\u00fcnschen uns gegenseitig einen weiteren gl\u00fccklichen Reiseverlauf. Heute ist Feiertag in Kolumbien; man feiert den Tag der Unabh\u00e4ngigkeit. Mit einem Anruf von BLU mu\u00df ich heute also nicht rechnen. Den Tag verbringe ich mit Blog schreiben und Ballspielen mit Lizzy. Gestern habe ich sch\u00f6nes Gulaschfleisch eingekauft. Gegen vier Uhr fange ich an zu kochen. Zum Paprikagulasch gibt es Reis. F\u00fcr Lizzy gibt es vorerst nur Trockenfutter. Sie hat vor einer halben Stunde den niedlichen Hasen durchs Gehege gejagt, nach ihm geschnappt und fast erwischt. Nach der erzieherischen Ma\u00dfnahme ist Funkstille. Nach dem Abendessen mache ich mir schon bald das Bett und lese. Das lustige Buch heitert mich nach dem Frust mit Lizzy wieder auf.<\/p>\n<p>Freitag 21.07.2017 La Huerta Camping Guatavita<\/p>\n<p>Der Sohn der Campingplatz-Familie hilft mir bei der Suche nach der Adresse des Mechanikshops von Rafael Torres. Am Telefon hatte ich verstanden, da\u00df er heute dort anzutreffen sei. Die Strecke nach Bogota ist dieselbe wie gestern. Schon bald habe ich das Haus in einem Wohnviertel gefunden. Frau Torres sitzt beim N\u00e4hen am K\u00fcchenfenster und gibt mir das Zeichen, da\u00df sie an die T\u00fcr kommt. Leider habe ich ihren Sohn falsch verstanden &#8211; er wird erst am Montag zur\u00fcck sein. Aber sie telefoniert mit ihm und schildert ihm mein Anliegen. Um ein konkretes Angebot abgeben zu k\u00f6nnen, m\u00fc\u00dfte er sich mein Fahrzeug ansehen. Wir vereinbaren, da\u00df ich am Montag gegen zehn nochmals wieder komme. Mit der BLU Sachbearbeiterin habe ich weniger Gl\u00fcck. Eine ihrer Kolleginnen nimmt das Handy nach endlosem Warten und mehrfachen Versuchen ab. Ihre Kollegin wird mich zur\u00fcckrufen, ist die lapidare Antwort. Dazu br\u00e4uchte sie aber dringend meine Handy- und &#8222;TRACKINGNUMMER&#8220;.? Auf der Fahrt zur Familie Torres bin ich an einem McDonalds vorbeigekommen &#8211; Gelegenheit meine Emails zu empfangen. Mein Schwesterherz hat geschrieben; ausserdem bittet mich Andrea um WhatsApp-R\u00fcckruf. Sie kann es nicht glauben, da\u00df ich immer noch meinem Getriebe hinterher renne und meint ich soll mein Anliegen bei der Deutschen Botschaft vorbringen und um Unterst\u00fctzung bitten. Ja, sie hat recht. Jetzt ist die Zeit reif, dies zu tun. Ich google die Telefonnummer und habe ein weiteres Mal Gl\u00fcck ?. Eigentlich sind die Mitarbeiter seit einer Viertelstunde im Wochenende &#8211; es ist Viertel nach eins &#8211; aber eine freundliche Dame, der ich meine Probleme sogar auf deutsch mitteilen kann, nimmt das Gespr\u00e4ch entgegen. Sie bittet mich, sie gleich am Montag um Viertel nach sieben nochmals anzurufen. Zu der Zeit werden die Aktivit\u00e4ten des Tages koordiniert und man k\u00f6nnte mein Anliegen gleich einbeziehen. Sie gibt mir ihre Durchwahl und verabschiedet sich freundlich, nicht ohne mir Mut zu machen. Eineinhalb Stunden ben\u00f6tige ich zur\u00fcck nach Guatavita. Beim Kaffeetrinken und Lesen wird es auch schon bald dunkel. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/XbfEPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4297\/36215649366_26856ca4e1_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WDan2Y\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4313\/35863802590_914789d390_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lizzy war heute wie ausgewechselt?.<\/p>\n<p>Samstag und Sonntag, 22.\/23.07.2017 La Huerta Camping Guatavita<\/p>\n<p>An diesem Wochenende versuche ich einfach den Tag zu geniessen. Spiele mit Lizzy, trinke Caf\u00e9, lese und &#8222;loss d&#8217;Herrgott e guede Ma si&#8220;. Am Sonntag Abend freue ich mich \u00fcber mein gutes Abschiedsessen vom La Huerta Campingplatz. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WZ9rj9\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4305\/36089951792_650cb8f94f_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/XeWG6F\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4322\/36257407625_6216ea88e2_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WDaoo5\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4295\/35863807120_0d5d46492a_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/WZ9rGU\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4321\/36089953112_fabd08f573_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/XeXzDk\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4314\/36257581025_fda0ecdb24_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr morgen ist die Vorgabe klar. Auch wenn wider Erwarten noch ein Kontakt mit BLU zustande kommen sollte, werde ich die Deutsche Botschaft um Unterst\u00fctzung bitten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/flic.kr\/p\/W1Tjuz\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4296\/35453278393_36d565f0d3_c.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lizzy hat am Nachmittag zur Aufregung aller den wei\u00dfen Hasen von Heidi durchs Gehege gejagt. Aber man nimmt es ihr nicht \u00fcbel; sie ist halt &#8222;un boco loca&#8220;. Hugo, seine Frau, Heidi und ihr Bruder Arnold sind ein super Team.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag Morgen 15.07.2017 Iguana 4&#215;4 Baranquilla Samstag Abend 15.07.2017 Hotel und Truckstop Wipama Aguachica Der Samstag-Vormittag zieht sich z\u00e4h; erst gegen Mittag kommen meine R\u00e4der vom Reifenaufziehen und Auswuchten zur\u00fcck. 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